| "Bürgerarbeit"
Ulrich Beck hat vor einigen Jahren den
Vorschlag entwickelt, Tätigkeiten, die Menschen aus eigenem Interesse und
ohne Bezahlung für sich und andere Menschen ausüben, als eine Form
bürgerschaftlichen Engagements zu fördern. Er sah darin eine
Möglichkeit, die Folgen der Entwicklung der Arbeitsgesellschaft für die
einzelnen Betroffenen abzufedern und zugleich Arbeitslosigkeit insgesamt
zu vermindern.
Mittlerweile gibt es Vorschläge, vom Jahr
2005 an Zusatzjobs zu schaffen für Empfänger des "Arbeitslosengeldes II",
die mit 1 bis 2 Euro bezahlt werden, ähnlich den bisherigen
Arbeitsgelegenheiten für Sozialhilfeempfänger, die kein ordentliches
Arbeitsverhältnis begründen. Die Wohlfahrtsverbände wollen hierzu
Arbeitsgelegenheiten in ihren sozialen und pflegerischen Bereichen
anbieten; gefragt werden sollte, ob dieses nicht die direkte Weiterführung
von Becks Vorstellungen ist.
Der Verein "Kunst und Kultur" in
Hildesheim hat 1999 an der Fachhochschule eine Seminarreihe veranstaltet
zur Zukunft der Arbeit. In diesem Rahmen habe ich mich mit den
"Chancen und Illusionen der Bürgerarbeit" auseinander gesetzt. Hier
können Sie den Text laden.
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